Die Welt Faerun

Ankunft in Dreieber

Die dunkle, geisterhafte Gestalt, die sich den Helden in den Weg stellt, trägt ein funkelndes Amulett um den Hals. Das muss das Amulett aus dem Brief von Bjorn sein… Der skelettartige Mann, der wie sich herausstellte in seinem früheren Leben Elbond hieß, ist in einen einst prächtigen schwarzen Umhang gehüllt und schwebt einige Zentimeter über der zu eis gefrorenen Wasseroberfläche. Die Kreatur zögerte nicht lange und erklärte der Gruppe den Kampf. Mutig stellten sich die Abenteurer dem Geist entgegen, doch stellte sich heraus, dass dieser gegen so gut wie jede Angriffsart resistent zu sein scheint. Erste Angriffsversuche zeugten nicht von großer Wirkung und zu allem Übel schien die nackte Brust von Bahlrohk den verstorbenen noch zusätzlich in Rage zu versetzen. Mahri legte sich ins Zeug und attackierte unentwegt mit ihren Dolchen, der Versuch sich im Schatten Bahlrohks zu verstecken schlug leider fehl, doch ihre Dolche konnten letztlich doch noch für einige Wunden sorgen. Boro, Quiwi, Lorin und Brigor kümmerten sich zuerst um das Gefolge des Untoten und konzentrierten sich anschließend voll auf Elbond, da dieser seine wahren Kräfte bereits an Brigor zur Schau stellte. Ein lebensentziehendes schwarzes Band zog sich von Elbonds Händen mitten in Brigors Brust. Er schaffte es gerade noch dem Strahl zu entkommen, bevor er zu Boden gegangen wäre. Brigor zog sich aus dem Kampfgeschehen zurück und nutze die Gelegenheit als Elbond nicht aufmerksam war, um sich innerhalb einer magischen Mauer zu verstecken. Ein Glück dass diese Illusion nicht auffiel… Gerade als die Abenteurer dachten, sie hätten den dunklen Geist besiegt, verschwindet dieser aus ihren Augen und taucht Sekunden später auf einem Felsvorsprung hinter ihnen wieder auf.

“Nun gut, ihr seid stärker als gedacht, vielen Dank für diese erheiternde Abwechslung. Dauerhaft töten könnt ihr mich sowieso nicht, glaubt mir, ich habe es schon versucht… ich werde immer wieder hier her zurückkehren. Ich kann einfach nicht gehen bevor mein Name nicht wieder rein gewaschen wurde und bevor dieser Fluch nicht zerstört wurde, der mich an diesen fürchterlichen Ort bindet. Ich mache euch ein Angebot: Ich habe schon gehört, ihr wollt mein Amulett. Ihr könnt es haben, wenn ihr mir helft. Vor vielen Jahren wurde ich hier eingesperrt, ich war der Graf von Dreieber, Graf Elbond III., und zu beschäftigt um zu merken, dass meine Frau mich mit einem Söldner betrog. Hinter meinem Rücken planten sie meinen Sturz. Sie schafften es, das Dorf davon zu überzeugen, dass ich meinen Posten missbrauche. Ich weiß bis heute nicht, wie sie das geschafft haben, denn ehe ich mich versah, war ich hier unten, leblos. Ich kann diese Gemäuer nicht verlassen, ich wurde magisch an diesen Ort gekettet. Es gibt nur einen Weg hier raus: Wascht meinen Namen rein und brecht den magischen Fluch, der auf mir lastet!”

Nach kurzen Absprachen beschlossen die Helden das Angebot vorerst anzunehmen. Sollte ihnen etwas spaßigeres einfallen oder etwas lukrativeres über den Weg laufen, könnten sie ja immer noch anderer Wege gehen. Der Graf sei ja schließlich an den Ort gekettet und könne ihnen außerhalb dieser Gemäuer nichts antun. Aber das Amulett hätten sie schon gerne… Die Helden stimmten Elbond zu, woraufhin dieser das Eis schmelzen ließ. Die Helden konnten nun ungehindert durch einen Unterwassertunnel aus der Höhle schwimmen.

Es war bereits früher Abend, der beginnende Sonnenuntergang lies gerade noch ausreichend Licht, um in einigen hundert Metern Entfernung das Stadttor von Dreieber zu entdecken. Die Helden erreichten Dreieber noch vor Sonnenuntergang und quartierten sich vorerst in der dortigen Taverne “Keiler” ein. Für alle weiteren Entscheidungen brauchten die sechs vorerst eine gute Portion Schlaf…

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Ynez

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